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Inhaltsverzeichnis
Mein kindlicher Feuerzauber 7 Die Rohstoffe Was eignet sich zum Räuchern und wo ist es erhältlich? 10 Die verwendeten Kräuter, Gewürze, Harze und Hölzer 12
Kräuter und Gewürze 12 Aromatische Harze 19 Hölzer Nadeln und Rinden 24 Das Praktische Das Räuchergefäß vorbereiten 28
Einfache Kräuterräucherungen 30 Ein Räucherritual gestalten 34 Magischer Rauch 39 Kräuter und Rohstoffe für bestimmte Zwecke 40 Was der Rauch vermag 42
Vom richtigen Zeitpunkt 44 Räuchern zu Vollmond 45 Räuchern zu Neumond 46 Räuchern im Sonnenlauf durch den Tierkreis 47 Rezepte für feines Räucherwerk Die Kunst des Mischens 54 Festes Räucherwerk 72 Aufbewahrung von Räucherwerk 76 Traditionelle Räucherstäbchen 78 Quellen und Literaturhinweise 79 Mein kindlicher FeuerzauberFeuer übt seit jeher eine große Faszination auf die Menschheit aus. Für die Menschen der Urzeit bedeutete es Wärme, Licht, Schutz Leben. Wo es Feuer gab, da
war auch die Macht, der Witterung zu trotzen. Feuer hielt wilde Tiere fern und wandelte die rohe Nahrung um in bekömmliche Speise. Die Urkraft des Feuers fasziniert uns auch heute noch. Zum Beispiel dann wenn wir an
einem prasselnden Lagerfeuer oder vor einem offenen Kamin sitzen. Nun, der Räuchertopf mit der glühenden Kohle ist für mich so etwas Ähnliches wie ein MiniLagerfeuer und immer wenn ich davor sitze und räuchere, meldet
sich das magische innere Kind in mir und erinnert mich daran, wie ich einst in kindlichem Spiel das Feuer fütterte. Ich wuchs in meinen ersten Lebensjahren in Begleitung dreier eiserner Holz/KohleÖfen auf,
die jeden Morgen angeschürt werden mußten. Heute sind diese Ungetüme selten geworden. Wir drehen lieber am Thermostatregler und entfachen damit automatisch ein unsichtbares gezähmtes Feuer, das diskret in einem
Nebenraum abseits der guten Stube stundenlang vor sich hin brennt. Ganz anders der Ofen, der zuerst einmal richtig entfacht und dann durch regelmäßiges Nachlegen von Brennmaterial bei Laune gehalten werden
mußte, damit es im Zimmer warm blieb. Paß auf, dass das Feuer nicht ausgeht, hieß es, wenn meine Mutter zum Einkaufen ging. Und wie gern ich das tat! Wenn die Flammen im Ofen verschwunden waren und die Kohlen und
Briketts rotglühend am Grund lagen, dann öffnete ich die Tür und blickte hinein. Ein heißer Wind schlug mir entgegen. „So, mein Feuer, hast du Hunger?" Und ich warf ein Stück Zeitung oder ein Hölzchen hinein,
ergötzte mich an den züngelnden Flammen und an dem Anblick der wilden Tänze, die die hinein geworfen den Gegenstände auf dem heißen Grund vollführten.... Der Pflanzenrauch ist für mich Kraftbringer,
Tröster, Beschützer und atmosphärischer Reiniger und das Räuchern eine besondere Form der Meditation, ein entspannendes Ritual, das aus dem Alltagstrott hinaus zu führen vermag. Und es bringt uns in Berührung mit dem
Urelement Feuer und seiner transformierenden Kraft. Das Verbrennen bedingt die Freisetzung der gebundenen Kräfte. Besitzt eine Pflanze oder ein Räucherstoff Heilkräfte, so werden diese beim Räuchern freigesetzt. Manche
Harze und Hölzer duften im Normalzustand kaum. Erst die glühende Kohle befreit die Aromen und läßt uns den innewohnen den Geist wahrnehmen. Gerüche erwecken starke Assoziationen aus dem Unterbewußtsein und
an Gerüche erinnert sich unser Gedächtnis am besten. Duftkompositionen von Räuchermischungen können uns in prächtige Traumgärten entführen und die Phantasie beflügeln, aber auch beruhigen, entspannen, den Schlaf
fördern. Hier tut sich ein weites Feld zum Ausprobieren und Experimentieren auf und mein Büchlein will dazu eine Anregung sein... (2414) |