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„Köstlich geschrieben! - Ich hab’s in einem Zug ausgelesen!”

Blick ins Buch

Satire von Karin Brandl

Brillen für die Bürokratie

kartoniert, mit Illustrationen der Autorin, 100.S., Lp 12,80 Euro (D)

ISBN 978-3-932669-09-5, Alchima 2009, in jeder Buchhandlung erhältlich

Witzige Satire zu einem bösen bürokratischen Versuch von “schleichender Enteignung”!

Im Wasserschutzgebiet ist eine Kanalisation für’s Abwasser zwingend vorgeschrieben - von der Bürokratie. Wer würde da auf den Gedanken kommen, dass die Erfüllung dieser Vorschrift ausgerechnet von der Bürokratie mit allerlei Schlichen hintertrieben wird?

Mitstreiterin für eine bürgerfreundliche Verwaltung!

Zu meiner Satire erhielt ich von Leserinnen und Lesern viele positive Rückmeldungen. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer dankte mir am 14.9.2011 in einem Brief für mein Buch Brillen für die Bürokratie:

„Über Ihre satirischen Geschichten, die mitunter zum Schmunzeln anregen, habe ich mich sehr gefreut. Es ist schön, in Ihnen eine weitere Mitstreiterin für eine bürgerfreundliche Verwaltung gefunden zu haben. Humor kann dabei sicher nicht schaden.”

Umschlagrückseite

Rezension lesen bei der DAZ Augsburg

 

Das Buch beruht auf einem authentischen Fall. Fakten und Hintergründe unter

www.buerokraten.alchima.de   

Leseprobe

Inhalt

Feengewebe   -   Lieber Schwalben und Biber    -   Unter Bürokraten    -   Das gute Gewissen   -   Zuschuß ausgeschlossen    -   Ein Ding der Unmöglichkeit   -   Reine Abzocke    -   Gezinkte Pläne?    -  Schlepptau am Privatkanal   -   Anarchie am Stammtisch   -   Alles genehmigt     -   Unter Beobachtung   -   Grenzstreit     -   Kanal in der Sackgasse  -   Geisterbeschwörung    -   Der heilige Versprecher  -   Zettelbürokratie   -   Dunkle Machenschaften  -   Rattus rattus    -  Nemesis     -  Der Tag der Erleuchtung  -  Nachwort der Autorin  -  Danke

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Nachwort der Autorin

„Hindernisse überwinden ist der Vollgenuß des Daseins.”

Arthur Schopenhauer

Es bekämpften Bürokraten einen Abwasserkanal für das Wasserschutzgebiet, den sie aufgrund ihrer Verordnung selbst verlangten. So verquer kann unsere Bürokratie sein!

Aber welchen Sinn macht eine Verordnung, die nur für den gilt, der sich erkundigt oder eine Genehmigung beantragt? Für den wird sie wie der Knüppel aus dem Sack gelassen. Eine Verordnung, deren Einhaltung der Bürokratie selbst zu mühselig und teuer ist. Für die, die sie schufen, ist sie beliebig.

So ist die Verordnung eine Ohrfeige für alle, die sich korrekt verhalten. Sie werden zu den Dummen gemacht! Ihnen entbietet die Bürokratie ein Nein oder belastet sie mit Auflagen, deren Erfüllung zum Ding der Unmöglichkeit werden kann. Manchem frißt sie gar die Heimat weg.

Dabei trägt die Wasserschutzverordnung den Deckmantel des Gemeinsinns. Als ob es im Sinne aller wäre, bestimmte Häuser zu beseitigen, Grundstücke an das Wasserwerk zu verkaufen oder einen Gasanschluß einzurichten. Manche brauchen einen Kanal. Nebenan geht es auch ohne. Wenn das Wasserschutz sein soll ...?

Ist es Nettigkeit der Bürokraten, sich vor tragfähigen Lösungen für alle Bürger zu drücken? Oder ist es nur bequemer? Das Warten auf den richtigen Namen, der jedes Gebiet wie ein Sesam-öffne-Dich erschließt? Was sucht der Wasserschutz überhaupt in bestehenden Ortschaften? Wie viele Wohnhäuser wurden bis heute in seinem Namen sinnlos beseitigt? 

Und wie viele wurden unter diesem Vorwand Menschen abgekauft und dann nicht beseitigt? Manche todgeweihten Häuser begannen ein neues Leben im Schutzgebiet. Wurde die Verordnung nur dazu erlassen, um sie als ein Instrument der Willkür gegen einzelne Bürger zu richten?

Heimat ist ein kostbares Gut. Sie sollte erklärtes Schutzgebiet sein, für jeden Menschen auf der Erde!

Und der Verlust der Heimat schmerzt Menschen lebenslang. Umso mehr, wenn das Opfer, das sie erbringen mußten, ein Tribut der Sinnlosigkeit war. Auch eine Heimatstadt ist wertvoll. Wohl dem, der eine hat. Aber Heimatstadt kann nur diejenige sein, die ihren Bürgern nicht schadet.

Augsburg, im Februar 2009

Fotos,Texte © Alchima/Karin Brandl