Karin Brandl - Autorin, Künstlerin, Astrologin - www.alchima.de

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Tarot - das eigene innere Wissen wahrnehmen

 

Tarotkarten sind besondere, bebilderte Spielkarten, die sich zum Kartenlegen eignen. Die Bilder des Tarot spiegeln beim Kartenlegen die eigene Intuition und unser inneres Wissen. Sie können somit als Medium der Erkenntnis dienen. Dies hat nichts mit Wahrsagerei oder Schicksalsergebenheit zu tun. Es handelt sich vielmehr um Inspiration aus dem eigenen Inneren.

Unser Unbewußtes spricht durch Bilder zu uns. Erkennbar wird dies in nächtlichen Träumen, wo in einer symbolhaften Bildersprache Ereignisse aus dem täglichen Leben verarbeitet werden. Diese Bilder aus dem unbewußten Tiefen der Seele können wir deuten und dabei zu Erkenntnissen gelangen, die dem Wachbewußtsein im allgemeinen verborgen sind.

Ein der Traumdeutung analoger Prozeß ist das Deuten der Bilder des Tarot. Sicher ist, dass wir beim Ziehen der Karten stets die „richtigen” auswählen, d.h. diejenigen, die wie die Bilder unserer Träume einen Bezug zu unserer aktuellen Lebenssituation haben. C.G. Jung nannte dieses Phänomen Synchronizität.

Die Tarotkarten

Ein Tarotdeck besteht aus insgesamt 78 Karten. Es gibt 56 Karten, die in vier Farbensätze unterteilt sind, die „Kleinen Arcana". Diese sind die Vorläufer der gewöhnlichen Spielkarten.

Doch der Tarot besitzt noch 22 Trumpfkarten, die „Großen Arcana" (von arcanum: Geheimnis) deren ursprüngliche Verwendung im Dunkel der Geschichte verlorenging. Im 18. Jhd. behauptete der französische Okkultist Court de Gebelin, der Tarot sei das Buch Thoth, welches ein ägyptischer Gott der Magie geschaffen habe, um sein Wissen an seine Schüler weiterzugeben. Esoterische Zirkel und Logen befaßten sich seit dem 19. Jhd. mit dem Tarot und versuchten, seine Geheimnisse zu lüften.

In unserer Zeit beschäftigte sich u.a. der Psychologe C. G. Jung sehr ausführlich mit dem Tarot. Jung sah vor allem in den Trumpfkarten sein psychologisches Konzept der menschlichen Individuation widergespiegelt. Die 22 Trümpfe werden heute oft als archetypische Bewußtseinsstufen auf dem Weg zur inneren Reife angesehen. Sie spiegeln seelische Entwicklungen und innere Prozesse sehr genau und ich bezeichne den Tarot daher gerne als einen „Spiegel der Seele."

Heute finden wir viele verschiedene Tarotspiele auf dem Markt, die sich unterschiedlicher Symbolik bedienen. Die modernen Tarotkarten sind sehr kunstvoll und schön gestaltet und ich finde es besonders wichtig, mit einem Tarotdeck zu arbeiten, dessen Bilder und Farben mir gut gefallen. Der Aufbau eines Tarotdecks folgt jedoch stets dem selben Muster. So beinhaltet auch jedes moderne Tarotspiel die ursprünglichen Grundbedeutungen.

 

Bild: Tarotkarte „Der Narr" aus dem Tarot der Farben, © Alchima 1999, mein Buch Tarot - Das eigene innere Wissen wahrnehmen, Droemer Knaur 1994 und Alchima 1997 ist nur über den antiquarischen Buchhandel erhältlich.

Mehr über das Tarotlegen und die Deutung finden Sie auf den folgenden Seiten.


Bilder + Texte © Alchima,Karin Brandl