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2012 - Revolution des Bewußtseins

Droht ein Weltuntergang?

Die Menschheit steckt inmitten einer Zeitenwende, die an einem bestimmten Punkt im Zeitraster kulminieren soll - am 21. Dezember 2012. Überlieferte Prophezeihungen beziehen sich auf diesen Tag. Unter anderem endet an ihm einer der vielen Kalender der Maya. Er wird die „Lange Zählung“ genannt, dauert etwa 5125 Jahre und sein Ende galt als das „Ende der Zeit“.

Durch die globalen Katastrophen des heutigen Weltszenarios sehen viele sich zu apokalyptischen Sorgen veranlaßt. Doch für die Maya war der Weltuntergang bereits vor 1100 Jahren. In ihrer Blütezeit (300 v. Chr. und 900 n. Chr.) schufen sie in Südamerika beeindruckende Städte und Heiligtümer. Dann verschwanden sie aus ungeklärten Gründen.

Die Tempelanlagen der Maya spiegeln ihr astronomisches Wissen und ihre Zahlenmystik wider. Durch Berechnung kosmischer und irdischer Zeitzyklen entwickelten sie komplexe Kalendersysteme. Bemerkenswert am Zeitschema der Maya ist, dass es für sie keine Vergangenheit und keine Zukunft gab. Die Maya lebten praktisch in der Gegenwart, in der die vorangegangene und kommende Zeit enthalten ist. Ihre Kalenderwissenschaft bezieht u.a. den Präzessionszyklus ein, der rund 25 729 Jahre dauert und damit weit über ihren eigenen Untergang hinaus reicht.

Ein neues Zeitalter

Die Astrologie verbindet mit dem Präzessionszyklus die Weltzeitalter, benannt nach dem Sternbild, das der Frühlingspunkt gut zwei Jahrtausende durchwandert. Bisher war er in Fische. Doch für die Weltzeitalter kursieren unterschiedliche Berechnungen. Für manche Autoren hat bereits das Wassermannzeitalter begonnen, Mitte des 20. Jhds. oder im Jahr 2000. Für andere kommt es erst in 140 Jahren. Nach den Berechnungen der Maya soll auch dieser Zyklus zur Wintersonnwende 2012 enden, womit andererseits das neue Zeitalter beginnt.

Doch eine Zeitenwende passiert nicht von einem Tag auf den andern. Rückblickend stellen wir fest, dass seit Jahrzehnten eine beschleunigte Vorbereitung auf einen Bewußtseinswandel einsetzte, der dem astrologischen Wassermannprinzip entspricht.

Wassermann ist revolutionär

Als Revolution verstehen wir einerseits blutige Umstürze bestehender Regierungen. Doch Revolution kann auch geistig sein, ein neues Denken, Erfindungen, originelle Kunst. Computer und Internet waren zu Beginn revolutionär. Sie veränderten viele Bereiche des Lebens und der Arbeit, aber auch des Bewußtseins. Durch das virtuelle Denken tauchten Probleme auf, die neue Lösungen erforderten. Revolutionäres Umdenken wird zukünftig viele Bereiche erfassen, z.B. den Umgang der Menschheit mit Energieressourcen, Rohstoffen, Globalisierung, Kernkraft, Genmanipulation, Medizin und Technologie. Weitere Stichworte zum Wassermann sind Vernetzung, Gemeinsinn, Solidarität. Wassermann ist vorausschauend und strebt nach humanitären Idealen.

Ohne Wassermann gäbe es keine Vision einer besseren Welt. Aber um Neues umzusetzen, müssen alte Strukturen aufgebrochen werden. Was sich dem Wandel entgegen stemmt, geht letztlich unter. Auf die Revolution des Bewußtseins bezogen, ist dies sicherlich das einseitig materialistische Weltbild. (12.3.2011© Karin Brandl, Alchima®)

 

Die Bewußtseinsrevolution verändert das Zusammenleben der Menschen

Hierzu ein Auszug aus meinem 1997 erschienenen Buch Ich kann doch ohne dich nicht leben!

 

Und in der Zukunft...?

Die astrale Nabelschnur in zwischenmenschlichen Beziehungen ist im Grunde ein kollektives Phänomen. Die Intensität mag differieren, wie auch die Bereitschaft der einzelnen, in eine solche Abhängigkeit zu treten bzw. eine Nabelschnur sogar aktiv zu benutzen. Aber viele der Gründe, in Astralsymbiosen zu treten, liegen auch im System unserer Leistungsgesellschaft. Der leistungsfähige Mensch muß nicht nur gut sein, stark sein, schön sein, nein, er muß immer noch besser, stärker und schöner sein als die anderen. Hier reproduziert sich das Machtgefälle, und zwar bereits vom Anfang des Lebens an. Und wie wir gesehen haben, tritt der Mensch sein Leben bereits entwurzelt an, wenn er in diese technologisierte Welt hineingeboren wird.

Eine weitere Grundlage mag darin zu finden sein, daß vor allem in den westlichen Gesellschaften besonders in diesem Jahrhundert die spirituelle Seite der Menschen mehr und mehr verneint worden ist. Wir besitzen nur wenige zeitgemäße Repräsentanten spiritueller Werte, und in das spirituelle Brachland drängen immer wieder falsche Propheten, die Diesseitigkeit und materielle Werte predigen und die nicht Diener des Ganzen sind, sondern versuchen, Macht für sich zu konservieren. Dies hat in der ganzen Geschichte immer zu Zerstörung geführt. Aber ich sehe auch, daß die Welt bereits der Zeitenwende begegnet. Die Menschheit ist momentan im großen Stile dabei, die feinstoffliche Seite der Existenz (wieder) zu erforschen.

Der materielle und rationalistische Überhang seit der Neuzeit hat einen bedeutsamen Mangel am Unerklärbaren erzeugt, und es findet eine tiefgreifende Bewußtseinserweiterung statt, im Zuge derer einer breiten Masse lang vorenthaltene esoterische Techniken und geheime Zusammenhänge des Lebens zugänglich werden. Dabei findet ein Ablösen von den Vermittlerpersönlichkeiten statt, was letztlich zu mehr Eigenverantwortung führen wird. Eine Individualisierung menschlicher Spiritualität macht starre, hierarchische Institutionen überflüssig. Nicht umsonst wird dieser bereits spürbare Trend von Soziologen und Kirchenvätern mißtrauisch beäugt. Zum Teil vielleicht auch, weil die Umsetzung noch zu verfrüht und daher störanfällig ist, doch bei manchen ganz sicher auch, weil sie am Veralteten festhalten. Doch ich denke, dies ist ein evolutionärer Lernschritt und eine große Chance für uns alle. Die Einsicht in energetische Ursachen, die im Prinzip wir alle geschaffen haben und beständig fortsetzen, birgt bereits die Zukunft in sich, denn nur über diese Einsicht ist eine Umwandlung alter Strukturen erreichbar.

Es ist klar, daß die Menschen nun das Neue ausprobieren. Viele entwickeln magische Kräfte (PSI-Energien), auch ganz unbeabsichtigt, einfach deshalb, weil die Menschheit als Ganzes dies gerade tut oder auch, weil wir hier in der westlichen Welt jetzt vom religiösen Dogmatismus befreit sind und ohne Todesgefahr andere spirituelle Wege beschreiten können. Nun wird Aufklärung darüber wichtig, dass auch psychische Energien nicht nur Realität besitzen, sondern auch in die physische Wirklichkeit formend einwirken.

Hierin liegt große Macht wie auch Verantwortung des einzelnen. Angewandtes Halbwissen ist in keinem Lebensbereich von Vorteil. Der unwillkürliche und unbewußte Umgang mit den PSI-Energien verursacht vielfach Schaden, der durch genaue Aufklärung vermeidbar wäre. Die astrale Nabelschnur als psychisch-energetische Verbindung gehört natürlich dazu.

Die weltweite Vernetzung im Datenkommunikationsbereich der Computerwelt erscheint mir wie ein Spiegel der esoterischen Entwicklung. Dies sind analoge Prozesse unserer Zeit, mit denen wir uns auseinanderzusetzen haben. Telepathie und PSI-Energien sind ebenso real wie Radio, Funktelefon oder Satellitenfernsehen. Aber so, wie sich gerade die Gesetzgeber den Kopf darüber zerbrechen, im Zuge der beschleunigten Entwicklungen einen wirksamen Datenschutz zu schaffen, so sollte sich auch jeder einzelne Gedanken darüber machen, wie verantwortlich er/sie mit der innerpsychischen Datenautobahn umgeht. Wird die enorme Bewußtseinserweiterung in die alten Leistungs- und Machtstrukturen eingebracht, dann dient sie lediglich der Übervorteilung und Machtausübung im Sinne des alten Musters. Mit diesem Problem werden wir in der Zukunft noch zu kämpfen haben.

Ein Mensch mit unerlöstem Nabelchakra ist nicht in der Lage, die Welt anders als im Macht/Ohnmacht-Gefälle begreifen. Wer nicht für ihn ist, ist gegen ihn; wer nicht Freund ist, ist Feind. Dies entspricht unserem konkurrenzbetonten gesellschaftlichen Leistungsprinzip. Um das neue Bewußtsein und die erwachenden PSI-Energien verantwortlich anzuwenden, ist es notwendig, die Individualität der anderen Menschen anzuerkennen und ihre eigenen Bedürfnisse zu akzeptieren.

Paradoxerweise ist es so, daß je größer die Vernetzung und Gemeinschaftlichkeit wird, jede und jeder einzelne umso mehr auf sich selbst und die Grenzen der anderen achten muß. Eine Daten- oder Energieverbindung, egal welcher Art, muß als Verbindlichkeit dem Ganzen gegenüber begriffen werden. Und dieses Ganze ist keine namenlose Masse gleichgeschalteter Funktionsträger, sondern ein Mosaik aus Einzelindividuen, die gemeinsam wirken.

Wir bewegen uns auf ein Zeitalter des Individualismus zu. Der allseitige Zerfall großer politischer und religiöser Zentralismen ist der Vorbote der neuen Zeit. Zu dieser Zeit gehört die gegenseitige Achtung und Wahrung der Individualität separater Einheiten. Beziehungen in Form hoheitlicher Annexionen oder kolonialer Machtdemonstration haben ausgedient. Die Verbindungen der Zukunft sind freie Zusammenschlüsse, die der Verwirklichung eines gemeinsamen Leitgedankens dienen.

Dieser Leitgedanke muß in letzter Konsequenz planetares Bewußtsein und globale Verantwortlichkeit beinhalten. Mit anderen Worten: Der Organismus Menschheit muß sein Nabelchakra erlösen, will er nicht der völligen Zerstörung erliegen. Dieser Prozeß beginnt bei jedem einzelnen Menschen. Deine ureigenste innere Revolution und Verwandlung baut mit an der Basis der Zukunft. In manchen esoterischen Kreisen wird für das Wassermannzeitalter das Kommen eines neuen Erlösers erwartet, der, wie es heißt, die Welt einen soll.

Ich glaube nicht, daß ein einzelner Mensch im gegenwärtigen Stadium der Menschheit dazu in der Lage ist (außer er errichtet eine globale Militärdiktatur). Auch scheint mir dieses Warten auf den Einen, der endlich anfängt, etwas zu tun,dieses Suchen nach dem Übermenschen, wie auch der immer wieder aufkeimende Ruf nach einem starken Mann in der Politik ein Relikt der Entwicklungsstufe des Fischezeitalters, wo die breite Masse ein gesichtsloses Ganzes war und einem Führerideal folgte. Unser globales kollektives Erbe des Fischezeitalters sollte jedoch das Wissen um Macht und ihre Mechanismen sein.

Erstarrt Macht in Konzentration auf die Interessen einzelner oder beim einzelnen selbst, so ist die Antwort darauf immer Auflösung der Struktur, die in der Regel mit kollektiver Zerstörung einhergeht. Diesen Prozeß hat die Menschheit 2000 Jahre lang eingeübt, und sie sollte nun zur grundlegenden Erkenntnis gereift sein, so daß der neue Mensch des Wassermannzeitalters die Energie der Zeitqualität nicht mehr in in die Kämpfe mit jenen überkommenen Formen zu stecken braucht. Im Fischezeitalter haben wir erkannt, dass im transzendenten Urgrund alles Eins ist. Die Botschaft des Wassermanns führt uns zum Verständnis der Gleichberechtigung allen Seins in seiner Verschiedenheit und Vielfalt.

Es ist Zeit, die Führungsqualität und damit alle Verantwortung nicht mehr auf eine andere Person oder eine Instanz außerhalb des eigenen Seins zu projizieren. Vielmehr sollte jeder einzelne Mensch selbst Verantwortlichkeit und Teilhabe am ganzen System entwickeln und praktizieren. Für den spirituellen Bereich bedeutet dies, Gott in uns zu finden, anstatt außerhalb danach zu suchen. Demnach ist der Erlöser kein bestimmter einzelner Mensch, sondern der Geist eines neuen Denkens und Fühlens in uns allen. Es ist der Geist eines neuen spirituellen Bewußtseins, das auch ökologische und menschheitsbezogene, soziale und politische Verantwortung beinhalten wird. Und dieser Geist, kann die Bänder der Macht und Abhängigkeit auflösen, zu gegenseitigem Annehmen, zu Achtung, Mitgefühl, Freiheit und Eigenständigkeit führen und die Menschheit in globalem Bewußtsein einen. (Januar 1997© Karin Brandl, Alchima®)

Das Horoskop der Bewußtseinsrevolution