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Bürgerbegehren in Augsburg

Die Augsburger Bürger entscheiden am 21.11.2010 über die Neugestaltung des Königsplatzes im Zentrum. Der stark belastete Platz sollte autofrei werden. Doch wohin wird dann der Autoverkehr abgeleitet? Zur Auswahl steht ein Konzept mit einem Tunnel, sowie eines mit einer sogenannten “Entlastungsstraße”, die nur dann geöffnet werden soll, wenn der Verkehr zu stark ist.  

 

Tunnel statt Chaos - a Karma zum Derbarma

Die Sonne steht im Skorpion, eine Zeit, wo die Masken fallen und heilige Kühe geschlachtet werden. Energieraubende Bindungen werden abgeschnitten. Mars trifft sich im Morgengrauen des Totensonntags zum Duell mit Merkur. Die Bürger entscheiden.

Im Prinzip tritt ein unterirdischer Tunnel gegen einen Oberbürgermeister an. Eine echte Wahl ist das nicht und so wird der Gang zur Urne eher ein kompromißhaftes Opfer. Einziger Vorteil: alle sind froh, wenn endlich eine Entscheidung fällt.

Merkur steht für den Bürgermeister und in exakter Konjunktion mit Mars, also direkt auf Messers Schneide der Bürger. Problematisch ist das Quadrat zum Schwarzen Mond, der unweit vom Jupiter steht, welcher den Tunnel repräsentiert. Er erinnert an eine Leiche im Keller, deren Gôut deutlich heraufzieht.

Merkurs Position ist dagegen denkbar schwach. Der Oberbürgermeister kann hier nicht viel tun. Er wird eingeholt von sebstgeschaffenen Ursachen. Der Tunnel ist sein Karma und er bleibt mit ihm schicksalhaft verknüpft, so wie auch mit der Masse der Wähler. Merkur ist als Götterbote ja nicht aktiv-bestimmend, sondern Weisungsempfänger - in dem Fall der Bürger. 

Neben Jupiter steht zudem Uranus. So könnte auch pure Opposition jener Bürger, denen es stinkt, dem Tunnel zum Durchbruch verhelfen, zumal der Mond allgemeine Erwartungen in diese Richtung lenkt. (17.10.2010 ©Karin Brandl, Alchima®)

 

Erläuterung: 

Karma ist die Gesetzmäßigkeit von Ursache und Wirkung

Mit dem Wahlslogan “Tunnel statt Chaos” trat der - damals unbekannte - Augsburger Kurt Gribl 2008 zur OB-Wahl an. Offenbar waren nicht wenige Augsburger seiner Meinung und u.a. war der Tunnel eine Ursache für seine Wahl. Inzwischen ist der OB aber ein Gegner der Untertunnelung am Kö. Für den Tunnel steht nun eine starke Bürgerinitiative, die es (als Auswirkung auf die Ursache) zum Bürgerentscheid bringt.

Das Horoskop vom Sonnenaufgang am Entscheidungstag reflektiert diese karmischen Zusammenhänge. Der Bürgerentscheid fungiert hier als kollektiver Karmaausgleich (Pluto in Konjunktion mit dem Mondknoten zeigt eine kollektive Machtsituation). Die erste Wahl erbrachte dem Kollektiv nicht das Gewählte. So erzwingt das Kollektiv eine zweite Wahl.

Es ist 2. Wahl

Ihre Krux ist immer der implizierte Wertverlust. Egal wie sie endet. Dass diese 2. Wahl stattfinden muß, steht für Umfallen und Beliebigkeit. Heute so, morgen anders. Und übermorgen? Das ist das Vermächtnis der Politiker, die eine Großstadt vorwärts bringen wollen - ein Karma, zum Derbarma (bayr. für Erbarmen, Mitleid haben). 

 

 

Abends nach der Abstimmung ist Vollmond um 18.28 Uhr MET. Ausgehend vom Neumond, markiert der Vollmond einen Höhepunkt des laufenden Mondzyklus. Hier auf dem letzten Grad der Achse Skorpion/Stier. Ein Wechsel steht an. Das Alte endet und neue Visionen keimen auf.

Das bedeutet zwar erste Erleichterung, doch es ist möglich, dass das Ergebnis der Abstimmung schwer enttäuscht oder aber noch gar nicht eindeutig ist (z.B. wenn Stichfrage entscheidet). Merkur löst sich nur langsam von Mars, Streitlust und Eigensinn gären nach. Selbstgerechtigkeit und Rechthaberei kosten Überwindung. Irrtümer müssen eingestanden werden.

Zur Vorsicht mahnen die exakten Quintile von Mond und Pluto zur Lilith. Ziele werden rücksichtslos und mit fanatischem Eifer verfolgt. Notfalls wird verdrängt, versteckt und verheimlicht, was den Zielen nicht dient. Doch unter Pluto zählt nur gemeinsames Bestreben. Wer das Kollektiv benützt oder hinters Licht führt, um rein egoistische Ziele zu erreichen, wird von Pluto zur Rechenschaft gezogen und bestraft. (13.11.2010 ©Karin Brandl, Alchima®)

 


Wie Konstellationen wirken

Ergänzend zu meinen astrologischen Ausführungen hier die Abstimmungsergebnisse des Bürgerentscheides (entnommen aus der Berichterstattung der Augsburger Allgemeinen):

Zur Abstimmung aufgerufene, wahlberechtigte Einwohner 195 000

  • Die Wahlbeteiligung wurde mit 28,8% angegeben. Demnach gaben 56 160 der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.
  • Die Ja-Stimmen für die Tunnellösung wurden mit 15 565 und 31,9% angegeben.
  • Die Ja-Stimmen für die Stadtratslösung (autofrei mit Straße) wurden mit 38 078 und 73,9% angegeben.

Am 4.12.10 war in einem Artikel der Satz zu lesen: “Mehr als 70 Prozent der Augsburger lehnten einen Tunnel ab und sprachen sich für einen autofreien Kö mit Entlastungsstraße aus.”

In einer großen Anzeige in der Zeitung vom 4.12.10 dankt der OB den Augsburgern “Mit fast 3/4 Mehrheit haben Sie sich beim Bürgerentscheid ... entschieden.”

 

Die bekannt gegebenen Zahlen sind undurchsichtig, es fehlt an Transparenz. Zudem wird jetzt der Eindruck erweckt, als hätten alle Augsburger abgestimmt und die Mehrheit aller, stünde hinter dem OB. Dies ist ein Beispiel, wie die Aspekte des Vollmonds nach der Abstimmung auf die Beteiligten wirken. Siehe oben meine Warnung vom 13. November. (Karin Brandl 7.12.2010)

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